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Archive für 4.2.2010
German Newspaper Article about Ines Brunn and her Natooke Bike Shop
4.2.2010 von Ines.
Today there was an article in the German Newspaper about my life and how I am following my passion. How I decided to quit my corporate job and become an entrepreneur. It tells the story that even though I am doing something as crazy as a German person opening a bicycle shop in China I am succeeding. That definitely has to do with me being a famous trick cyclist. So not only do I run this fixed gear bike and juggling shop in Beijing but I also still perform around the world with my stunt bicycle shows.
The original article of the Erlanger Nachrichten can be found online. But I also copied the article here so you can directly read it (well, that is if you understand German…).
Von «Wetten, dass . . ?» zum Rad-Laden in China
Die Erlanger Kunstradfahrerin Ines Brunn hat ihr Hobby zum Beruf gemacht - «Inesgrätsche» weltweit bekannt
Einen Fahrradladen in Peking auf zu machen, ist wohl so ähnlich wie Eulen nach Athen zu tragen. Zumal dann, wenn das Vorhaben von einer Deutschen angegangen wird. Die erfolgreiche Erlanger Kunstradfahrerin Ines Brunn hat es trotzdem gewagt – und wieder einmal gewonnen.

ERLANGEN – Von 1989 bis 1995 hat Ines Brunn ihre Kunststücke für die Soli Herzogenaurach auf dem Kunstrad gezeigt und seit 1996 ist sie Mitglied bei der Soli Erlangen. Wie viele sportliche Erfolge sie in ihrer aktiven Laufbahn errungen hat, weiß sie gar nicht mehr. «Alle meine Ergebnisse sind in Ordnern auf dem Dachboden meiner Eltern», sagt sie. Kunstrad-Bezirksmeisterin war sie aber mehrmals, bayerische Meisterin auch, und etliche mal war sie Zweite und Dritte. Auch beim Bundespokal hat sie Platz zwei belegt, und bei den Deutschen Meisterschaften und German Masters war sie stets unter den besten zehn. Das hat zu Weltranglistenplatz 19 geführt. Ines hat auch die nach ihr benannte «Inesgrätsche» erfunden, die erste Figur, die im internationalen Kunstradreglement nach einer Person benannt ist. Dadurch ist die Ex-Turnerin weltweit bei Kunstradfahrern bekannt geworden. Zudem ist Ines die erste Frau der Welt, die den Schweizerlenkerhandstand beherrscht.
Pfannkuchen gebacken
Aber «richtig» bekannt ist Ines Brunn erst geworden, als sie im Februar 1992 mit einer spektakulären Kunstrad-Show bei der Fernsehsendung «Wetten, dass . . ?» aufgetreten ist. «Wetten, dass es Ines Brunn aus Erlangen gelingt, auf dem Lenker ihres Fahrrades stehend, innerhalb von dreieinhalb Minuten einen Pfannkuchen zu backen?» hieß die Wette. Jürgen von der Lippe tippte damals mit «Ja» – und Ines schaffte es unter dem Jubel der Zuschauer im Studio und an den Fernsehern. Ihren letzten Wettkampf hat Ines 2005 absolviert, obwohl sie offiziell nicht aufgehört hat mit dem Kunstradfahren. Deshalb war sie 2006 auch noch im Sonder-Bundeskader. «Wenn ich wieder nach Deutschland gehen würde, würde ich schon noch an Wettkämpfen teilnehmen wollen», sagt sie, fügt aber sogleich an: «Doch ich plane nicht in nächster Zeit nach Deutschland zu ziehen».
Denn Ines lebt seit einigen Jahren in Peking, und dort fühlt sie sich pudelwohl. 2001 wurde sie nach ihrem Physikstudium «Regional Market Manager Asia-Pacific» bei einer deutschen Firma. Das hat ihr so gefallen, dass sie in Asien leben wollte. Sie ließ sich nach Peking versetzen, und hat nach weiteren zwei Jahren einen lokalen Vertrag unterschrieben.
Das Hobby siegte
Mitte 2009 dann hat sie sich selbstständig gemacht, aber nicht etwa um ihrem studierten Beruf nachzugehen, sondern um ihrem Hobby zu frönen: Ines hat einen Fahrradladen eröffnet. Das war nicht einfach, aber nach einem langen bürokratischen Hindernislauf hat es schließlich geklappt. Bahnrennräder, schöne Eingang-, Ein- und Kunsträder verkauft sie nun. Anti-Pollution Atemmasken, Fahrradkurier-Taschen, Jongliersachen, Urban Cycling Klamotten und ähnliches führt sie auch in ihrem Laden in einem alten, aber frisch renovierten Beijing Hutonggebäude.
«Trick bike» heißt die Firma [Kommentar: Mein Laden heisst “NATOOKE“], und Ines verspricht neben all den Utensilien, die sie verkauft, auch Shows mit einer einmaligen choreografischen Vermischung von Kunstradfahren und turnerischen Elementen. Engagements hatte sie schon in Südafrika, USA, Sri Lanka, Russland, Belgien, Schweiz und Holland. Und wenn sie ihre Heimat besucht, dann geht sie natürlich zur Soli Erlangen in die Halle, um ein wenig mit dem Nachwuchs zu trainieren. Denn die Verbindung zu ihrem Heimatverein, wo man mächtig stolz auf die erfolgreiche Sportlerin ist, ist nach wie vor eng.
KLAUS-DIETER SCHREITER
4.2.2010
Geschrieben in Entrepreneur, Media, Natooke, Germany, China, Fixed Gear, Beijing | 1 Kommentar »